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Die Kinder kommen aus sehr armen Verhältnissen.
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Die anfänglich primitiven Kindertagesstätten haben sich buchstäblich zu richtigen Kindergärten gemausert. Zunächst ging es mir ja nur darum, zerlumpte, hungrige Kinder von der Strasse zu holen, sie etwas zu betreuen und vor allem, ihnen ein anständiges Mittagessen zu geben. Es kamen immer mehr Kinder mit der Folge, dass die Kosten für das Essen, die Betreuung und Unterbringung stiegen. Wir haben uns deshalb an das Bürgermeisteramt gewandt und dort um Hilfe gebeten. Die Stadt muss nämlich laut Gesetz dort, wo sie keine eigene Kinderkrippen hat, bestehende private unterstützen. Solange mich die Lokalautoritäten persönlich kannten, klappte dies auch gut.
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Eine der neuen Kindertagesstätten trägt den Namen von
P. Fritz Siegers.
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Einige Mitarbeiter bekamen ihre Bezahlung vom Bürgermeister und auch ein Gutteil der Nahrungsmittel wurde von der Abteilung Schulspeise geliefert. Nun bin ich ja schon länger zurück in der Heimat, und das gute Verhältnis zwischen Pfarre und Kommune kühlt immer mehr ab.
Es kamen aber auch noch andere Dinge ins Spiel: Meinen Nachfolgern und mir wurde mitgeteilt, dass bei der Kinderbetreuung mit der Hilfsleistung der Kommune gewisse gesetzliche Auflagen verbunden seien. Forderungen, die gerechtfertigt sind: Ausbildung der LeiterInnen (vergleichsweise Abitur),bessere Bezahlung, und vor allen Dingen bessere hygienische Bedingungen in den Tagesstätten. Es war mir von vorneherein klar, dass die anfänglichen primitiven Kindertagesstätten einmal mehr sein sollten als "Futterstätten" mit Toiletten vom Typ "Donnerbalken", aber es musste ja mal klein angefangen werden.
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Das Innere des Kindergartens "Beijaftor" (Kolibri). Die Kinder
fühlen sich in ihrem Spiel- und Speisesaal Zuhause.
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Gezwungen durch die staatlichen Forderungen, aber auch aus eignem Interesse für ein besseres Leben der Kinder, habe ich mich seit längerer Zeit bemüht, die Situation der Kindertagesstätten zu verbessern und bin stolz, jetzt Fortschritte zeigen zu können.
Fortschritte kosten Geld. Woher nehmen, wenn neben den normalen, immer mehr steigenden Unterhaltskosten noch mehr Pfennige vonnöten sind? Im Laufe der Jahre konnte ich eine Art Förderverein gründen, der Events organisierte wie Versteigerungen, Extrakollekten in der Kirche, Schenkungen mit Propagandaeffekt usw. Durch die Kreativität und die Hilfe dieses Fördervereins konnten zwei "Futterstätten" in richtige Kindergaerten umgestaltet werden und ein dritter Kindergarten, der zwei Kinderstätten zusammenfassen wird, ist im Bau.
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Jede Grupee hat ihren Raum zum Spielen, Lernen und Essen.
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Bei diesen baulichen Verbesserungen habe ich neben den Eigenleistungen sehr kräftige Hilfe von der Sternsingeraktion bekommen: Vor drei Jahren 15000,oo Euro und in diesem Jahr für den dritten Kindergarten, der ein kompletter Neubau ist, 43000,oo Euro.
Im Zusammenhang mit den Sternsingern muss ich auch erwähnen, dass ich vom PMK (Päpstliches Missionswerk der Kinder) in Aachen jedes Jahr beachtliche Zuschüsse zu den laufenden Unterhaltungskosten bekomme, ohne die ich einen Teil der Kinder nach Hause schicken müsste. Ohne diese Hilfe bekäme ich das notwendige Geld (pro Jahr um die 35000,ooEuro) für die annähernd 400 Kinder nicht zusammen.
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Die glücklichen und strahlenden Kinder lieben ihren
"Padre Frederico".
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Ich danke an dieser Stelle von ganzem Herzen den unzähligen Kindern hier in Deutschland, die bei Wind und Wetter in der Weihnachtszeit von Tür zu Tür gehen, um anderen Kindern zu helfen.
Meinem Bericht habe ich einige Fotos beigefügt, die zeigen, wie sich die Situation der Kinder und die Kindertagesstätten verbessert haben. In einem späteren Bericht werde ich schreiben, wie wir uns die Zukunft vorstellen, wenn es mich mal nicht mehr gibt. Die Aussicht, dass wir einen Vertrag mit der Kommunal- verwaltung abschließen können, wie hier in Deutschland (Kindergärten der Pfarren plus Gemeinde), ist aussichtsvoll, wenn wir die entsprechenden Auflagen erfüllen.
Am Ende möchte ich Euch noch einmal danken für Eure Solidarität, Eure Freundschaft und Treue.
Euer Pater Fritz Siegers, CSSp
Helfen auch Sie!
Nähere Informationen erteilt Ihnen Pater Siegers persönlich,
Kontaktmöglichkeiten:
Missionshaus der Spiritaner
P. Fritz Siegers, CSSp
Broicher Str. 103
52146 Würselen
Fon: 02405 / 455854
Fax: 02405 / 455855
email: f.siegers@onlinehome.de
Spendenkonto:Missionsprokur der Spiritaner
Deutsche Bank 24
BLZ 370 700 24
Kto 122 72 71
Verwendungszweck: P. Fritz Siegers