MaZ- Sommerkurs
Guck mal überīn Tellerrand ...
Zucker: zuckersüß und bitterhart!


20 Jugendliche trafen sich für eine Woche in Stuttgart, um etwas über unsere politischen und
wirtschaftlichen Strukturen in der Welt zu erfahren. Eine Ausstellung der Comboni-Missionare in Ellwangen zeigte uns die ungerechten Verflechtungen, die im Welthandel zwischen Erster und Dritter Welt bestehen.
Die Erste Welt weiß, wie sie zu ihrem Vorteil handelt, indem sie Rohstoffe billig aus den Ländern des Südens importiert und durch Schutzzölle, Subventionen und ähnliche Maßnahmen ihre Produkte und Technologien schützt und teuer verkauft. So bleibt den armen Ländern kaum eine Chance zu eigener industrieller Entwicklung ...
Am Thema Zucker vertieften wir unser Wissen, mit Referat, Gruppenarbeit und Film.
Am Aktionstag versuchten wir, unser Wissen umzusetzen und befragten Leute in der Stadt, schrieben e-mails an Politiker und Konzerne, verfassten einen Artikel zum Thema usw.

MaZ-Stuttgart

In vielen Ländern Südamerikas, aber auch Afrikas, wird Rohrzucker angebaut, aus dem sich günstig und einfach Zucker gewinnen lässt. Die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen sind hart, die Arbeiter werden ausgebeutet und zum Teil wie Sklaven gehalten. Der Zucker wird auf dem Weltmarkt verkauft - doch nicht in die EU. Die EU schützt ihren Zuckermarkt vor Zuckerrohr-Zucker, denn bei uns wird selbst Zucker produziert - aus Zuckerrüben.Das Verfahren ist aufwendig, doch viele europäische Bauern leben gut vom Zuckerrübenanbau. Durch Subventionen wird der europäische Zucker bei uns teuer verkauft und sogar exportiert. Dadurch haben die südlichen Länder keine Chance, ihren Zucker an uns zu verkaufen.



Die Situation ist also verzwickt: einerseits sollten die ärmeren Länder im Sinne des freien Handels, wie ihn die WTO (Welthandelsorganisation) fordert, freien Marktzugang zu uns haben. Es ist nur recht, dass sie ihre Produkte, wie z.B. Zucker, bei uns verkaufen können. Allerdings sollten menschen- und umweltgerechte Bedingungen in den Anbaugebieten herrschen. Andererseits muss auch für unsere Zuckerrübenbauern eine Lösung oder Alternative gefunden werden ...

Wir können Kleinbauern im Süden unterstützen, die Zuckerrohr anbauen und davon leben wollen, indem wir fair gehandelten Zucker im Eine-Welt-Laden kaufen. Dieser (braune) Zucker ist qualitativ hochwertig und schmeckt hervorragend - beim Backen gibt es einen Karamell-Geschmack. Die EU versucht derzeit, neue politische Regelungen für den Zuckermarkt zu finden ... bleibt zu hoffen, dass die armen Länder eine Chance bekommen!
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Missionshaus vom Heiligen Geist
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Lortzingstr. 19
70195 Stuttgart

Tel.: 07 11/6 99 33 33
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