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MaZ- Sommerkurs Guck mal überīn Tellerrand ... ES LOHNT SICH!
Stuttgart/ Botnang: Wer nach Afrika geht, wird mit vielfältigen Problemen konfrontiert werden. Nicht immer ist einem klar, wo diese Probleme ihren Ursprung haben. Aus diesem Grund trafen sich 20 junge Erwachsene, die in Vorbereitung auf einen freiwilligen Einsatz in Afrika sind, im Missionshaus der Spiritaner in Stuttgart/ Botnang. Sie setzten sich mit den Auswirkungen der Globalisierung in Afrika und Deutschland auseinander.
In dem einwöchigen Seminar unter dem Motto "Guck mal über'n Tellerrand" wurden vorrangig die Themen Welthandelsstrukturen und HIV/ AIDS besprochen. Man wird sich vielleicht fragen, in welchem Zusammenhang AIDS mit dem Welthandel steht. Weltweit steigt die Zahl der HIV-infizierten Menschen an. Die meisten Betroffenen leben in tiefer Armut und Arbeitslosigkeit - die zur Behandlung nötigen Medikamente sind für sie unerreichbar. Schuld daran ist vor allem der Patentschutz der großen Pharmakonzerne. Dieser Schutz bietet den Konzernen das Privileg, ein extrem hohes Preisniveau für ihre Medikamente selber zu bestimmen. Die Konsequenzen für ärmere Länder werden bei der Preispolitik nicht berücksichtigt. Aber haben nicht alle Menschen das Recht auf eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung? - Wir meinen ja! Deswegen entschlossen wir uns, die Kampagne "Leben ist ein Menschenrecht" des Aktionsbündnisses gegen AIDS (Zur "Mach mit - Aktion 2005") aktiv zu unterstützen, indem wir in der Stuttgarter Fußgängerzone Unterschriften sammelten. Unsere Forderungen lauten: kosten; Medikamente in ärmeren Ländern, damit dort die Herstellung von günstigen und hochwertigen Nachahmer-Medikamente ermöglicht wird;
Doch eins sollte man ebenfalls nicht vergessen. Auch in Deutschland leben 44.000 Menschen mit dem Virus, wobei die Tendenz erschreckend steigt. Leider wird in unserer westlichen Gesellschaft das Thema AIDS meist ausschließlich mit Afrika assoziiert. Mangelndes Bewusstsein unter der Bevölkerung ist dafür verantwortlich, dass sich das Virus auch hier auf schnellstem Wege weiter verbreiten kann. Tragisch dabei ist, dass HIV-Infizierte immer wieder in die Randgruppen unserer Gesellschaft abgedrängt werden. - Grund: Unzureichendes Wissen über mögliche Infektionswege sorgt für unberechtigte Ängste vor Ansteckungen,
denn viele sind immer noch der Meinung sich z.B. durch Händeschütteln, Husten oder Niesen mit dem Virus infizieren zu können. Doch wie kann man Betroffene davor bewahren, in die totale Isolation abzudriften? In Stuttgart gibt es den Verein "Die Brücke". HIV-Infizierte sowie Drogenabhängige haben dort die Möglichkeit, in Gesprächen und Begegnungen aufgefangen und auf ihrem Weg begleitet zu werden. Im Rahmen unseres Aktionstages besuchte eine kleinere Gruppe von uns ein solches Treffen. Unsere Zweifel, dass unsere Anwesenheit als Sensationslust aufgefasst werden könnte, stellte sich sofort als nicht berechtigt heraus. Im Gegenteil,wir wurden mit einer großen Offenheit und besonderem Vertrauen empfangen. Wie staunten über die Bereitschaft der Anwesenden, über ihr Leben zu berichten. Das positive Feedback hat uns gezeigt, wie wertvoll es ist, mit Verständnis und Offenheit Menschen zu begegnen, die sich bereits am Rande der Gesellschaft befinden. ES LOHNT SICH!!! Ricarda Wojtczak, Meike König
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die uns wichtig sind:
Anschrift und weitere Infos Missionshaus vom Heiligen Geist MaZ-Team Lortzingstr. 19 70195 Stuttgart Tel.: 07 11/6 99 33 33 Fax: 07 11/69 41 99 Mail: maz@spiritaner.de Info-Seiten von MaZ-Deutschland: www.missionarIn-auf-zeit.de |
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