Oktoberfest Knechtsteden 2006

Selbsthilfeprojekt in Antsiranana (Madagaskar)

Wie in jedem Jahr findet das Oktoberfest am 30. September und 1. Oktober 2006 im Kloster Knechtsteden, Dormagen statt. Traditionsgemäß wird die Hälfte des Erlöses für Aufgaben im Kloster verwendet, die andere Hälfte für einen missionarisches Projekt außerhalb Europas. In diesem Jahr liegt das Projekt auf der Insel Madagaskar.

Seit vielen Jahren suchen die Spiritaner auf der Insel Madagaskar nach Möglichkeiten die Ausbildung der jungen Ordensleute auf eigene Füße zu stellen und unabhängig zu werden von der finanziellen Unterstützung aus den anderen Ordensprovinzen vor allem aus Europa.
Ausbildung, das weiß jede Familie, ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil in der Erziehung eines Kindes und eines Jugendlichen und wie hier bei uns in Deutschland, so wird dafür viel Geld benötigt.
Da ist es gleich, ob es sich um einen Jugendlichen in Deutschland oder um ein zukünftiges Ordensmitglied in Madagaskar handelt.
Pater Wenceslas Pierrot Rabe, der Ordensobere, schreibt aus Madagaskar: "Endlich haben wir ein Gelände in der Nähe von Ansiranana, in Goshen gefunden, unweit unseres Studienhauses Brottier, wo wir ein Selbsthilfeprojekt starten können.
Wir können hier zwei Ziele verfolgen, durch die Selbstversorgung mit landwirtschaftlichen Produkten und den Verkauf des Überschusses, den wir erwirtschaften werden, die Kosten der Ausbildung zu finanzieren.

Goshen befindet sich im Norden der Insel Madagaskar und das Gelände, das wir erwerben konnten, ist eine gute, vulkanische Erde.
Dieses Land erlaubt uns in großem Maßstab Reis und Gemüse anzubauen, wir hätten es nicht besser antreffen können.
Das Terrain umfasst rund 10,5 Hektar und wird durch zwei kleine Bäche bewässert und eine große Zahl von bereits existierenden Bewässerungskanälen. Ein weiterer Vorteil ist die Lage des Ackers, der ganz in der Nähe einer kleinen Stadt liegt, und uns damit eine gute Absatzmöglichkeit für unsere Produkte bietet.
Bisher wurde nur ein Drittel dieses Geländes landwirtschaftlich genutzt, die restliche Fläche ist mit Busch bedeckt und muß noch gerodet werden. Schwierig ist auch der Zugang, der bisher nur mit einem Ochsengespann erreicht werden konnte.

Im Mai und Juni diesen Jahres haben wir hier mit örtlich verfügbarem Material einen kleinen Materialschuppen errichtet, um damit deutlich zu machen, dass wir dieses Land nutzen werden. Derzeit lagern dort unsere Spaten, Hacken und Harken. Aber es ist klar, dass hier mehr geschehen muss: Wir brauchen einen Traktor mit 40 PS, einen Anhänger für den Transport, einen Pflug, eine Scheiben-Egge, sowie einen Mähbalken. Wenn es auch noch gelingen könnte uns bei der Finanzierung der Sonnenkollektoren zu helfen, damit wir mit deren Hilfe das Wasser auf höher gelegene Kanäle pumpen könnten, würden wir uns sehr freuen.
Mit Hilfe dieses Projektes wollen wir auch unsere Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung in die Praxis der tropischen Landwirtschaft einführen, damit sie in späteren Jahren diese Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln können. Als wir im März diesen Jahres mit ersten Versuchen auf dem Gelände begonnen haben, zeigte es sich außerdem, dass junge Leute aus der Nachbarschaft interessiert sind, sich Kenntnisse moderner Landwirtschafts-Methoden anzueignen. Auch diese jungen Leute wollen wir in das Projekt einbeziehen!

Helfen Sie uns, bei diesem Projekt! Es ist die Zukunft für die Region, für die Ausbildung der jungen zukünftigen Spiritaner und es kann beitragen zu einer zunehmenden finanziellen Unabhängigkeit der Spiritaner auf der Insel Madagaskar!"

Pater Wenceslas Pierrot Rabe

HELFEN SIE MIT!

Spendenkonto:

Missionsprokur der Spiritaner
Deutsche Bank 24
BLZ: 370 700 24
Kto.-Nr.: 122 72 71

Verwendungszweck: Wenceslas Pierrot Rabe




 
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