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Missionarin auf Zeit

Im Projekt "MissionarIn auf Zeit" (MaZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in einem zeitlich befristeten Aufenthalt mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen.

Der Aufenthalt kann als Freiwilligendienst im Ausland angerechnet werden.

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Serie: Warum ich Spiritaner werden möchte? (Dezember)

Berufungsgeschichten unserer jungen Mitbrüder, die noch in der Ausbildung sind. José-Carlos Fereira aus Portugal führte der Hinweis eines Onkels zu den Spiritanern. Hier faszinierte ihn das Charisma der beiden Gründer und er entdeckte dadurch seine eigene Berufung.

Mit den Spiritanern die eigene Berufung entdecken

Ich heiße José Carlos und komme aus Portugal. Als ich Kontakt mit den Spiritanern aufnahm, da wusste ich weder etwas von der Mission noch vom Ordensleben. Es war der Rat eines Großonkels, der selber Ordensmitglied war, der mich zu den Spiritanern vor 15 Jahren führte. Die Zeit hat mir geholfen, mich selber, aber auch den Orden besser kennen zu lernen.

Wenn ich mir heute die Welt und die Spiritanermission ansehe, dann merke ich, wie mich das Charisma unserer Gründer weiter fasziniert und inspiriert. Poullart des Places (1679-1709) war ein junger Mann adliger Abstammung, der auf eine Karriere im Parlament der Bretagne verzichtete, weil er mit armen Studenten in Gemeinschaft leben und den Ärmsten der Armen dienen wollte.

Unser zweiter Gründer Jacob Libermann (1802-1852) war Jude, der die Traditionen seines Volkes und eine sichere Zukunft als Rabbiner von Saverne aufgab. Denn er hatte die Person Jesu Christi entdeckt und in ihr die Verheißungen des Gottes seiner Väter erfüllt gesehen. Trotz aller Schwierigkeiten haben sich beide auf die Pläne Gottes einlassen können, indem sie auf den Heiligen Geist hörten und ihm folgten.

Es waren nicht die Bücher, die mich berufen oder mir beigebracht haben, Spiritaner zu sein. Es ist die Tatsache, mit und unter Spiritanern zu leben, aus ihrer Quelle zu trinken, die Kraft und Freude schenkt, Christus nachzufolgen. Nach meinem Theologiestudium bin ich ins Missionspraktikum nach Taiwan gegangen, wo ich intensiv die Erfahrung einer prophetischen Berufung gemacht habe (Jr 1,4-10). Die Zeugnisse derer, mit denen ich zusammengelebt oder die ich kennenlernen durfte, haben mich immer wieder beeindruckt. Es fasziniert mich, wenn ich die älteren Mitbrüder besuche, die die meiste Zeit ihres Lebens in der Mission verbracht haben. Bei ihnen spüre ich die Freude, alles gegeben zu haben, um Christus nachzufolgen. Sie sprechen vom Schenken und vom Hoffen. Sie sind für mich lebendige Zeugen der Weisheit in der Nachfolge Christi auf den Wegen der Mission.

José-Carlos Fereira,CSSp (Portugal)


09.12.2015

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José-Carlos Fereira,CSSp (Portugal)

José-Carlos Fereira,CSSp (Portugal)